Tipps und Tricks

Stoffbezüge
Täglich sammeln sich Staub, Haare, Hautschuppen, und vieles mehr auf einem Polstermöbel. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Polstermöbeln regelmäßig mit einer Polsterdüse (ohne Borsten) abzusaugen, um hartnäckige Verschmutzungen zu vermeiden. Polstermöbel werden nie ausgeklopft, da sich die Polsterung lockern kann. Sollte es dennoch einmal zu einem kleinen „Unglück“ kommen, ist schnelle Reaktion gefragt. Verschüttete Flüssigkeiten sollten sofort aufgetupft werden, da sonst das Polstermaterial von innen her Flecken bilden kann. Nicht reiben, dadurch kann sich die Oberseite des Möbelstoffes verändern. Den Fleck immer vom Rand zur Mitte hin bearbeiten. Verwenden Sie grundsätzlich zur Reinigung destilliertes Wasser und machen Sie bitte keine Experimente mit Lösungsmitteln!

Fleckenart
Behandlungsmöglichkeiten
Bier, Cola, Limonade, Kaffee, Tee, Fruchtsaft, Obst, Spirituosen
Nicht antrocknen lassen! Flüssigkeiten sofort mit einem Küchentuch aufsaugen und die Stelle mit einer lauwarmen Lösung aus Shampoo und Wasser reinigen.
Milch, Milchkaffee, Sahne, Soßen, Suppen, Kakao, Erbrochenes, Kopierstift, Lippenstift, Kugelschreiber, Mayonnaise, Schuhcreme, Parfüm, Schokolade, Sahne, Ruß, Senf, Tinte, Wein
Mit lauwarmer Lösung aus destilliertem Wasser und Shampoo behandeln. Ist der Fleck damit nicht zu beseitigen, kann man nach dem Trocknen mit Spiritus, Waschbenzin oder Fleckentferner die Stelle nachbehandeln.
Ei, Blut, Urin, Kot
Grundsätzlich nur mit kaltem Wasser - kein heißes Wasser verwenden! Eventuell mit einer Lösung aus kaltem Wasser und Shampoo nachbehandeln.
Kerzenwachs
Nicht mit Bügeleisen arbeiten! Soweit als möglich zerbröckeln und das Wachs vorsichtig abheben. Die Fläche unter Umständen mit Waschbenzin nachbehandeln.
Lack, Öl, Wachs, Butter, Kohle, Farbe, Fett, Nagellack, Harz, Kopierstift, Teer, Filzstift, Schuhcreme (Ölbasis)
Mit Lösemittel wie Waschbenzin, Spiritus oder Fleckenwasser behandeln.
Kaugummi, Knetgummi
Immer erst den Fachmann eines Reinigungsbetriebs fragen!
Handelsübliches Vereisungsspray nach Vorschrift einsetzen. Vorsicht bei Veloursstoffen, hier kann die Oberflächenbeschädigung entstehen, fragen Sie in jedem Fall den Fachmann und lesen Sie sich die Pflegehinweise des Herstellers durch.


Leder
Leder ist ein Naturprodukt von unverwechselbarer Schönheit mit all seinen typischen Unregelmäßigkeiten durch Narben und Pigmentfehler. Leder ist von Natur aus sehr strapazierfähig und langlebig. Nur bei regelmäßiger Pflege, die der Lederart angepasst ist, bleibt das Leder schön und bewahrt für lange Zeiten Ihre Form und Schutzfunktionen.
Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Möbelstücke grundsätzlich vor Licht- und Sonneneinstrahlung geschützt werden und nicht in der Nähe von Heizkörpern platziert werden. Ähnlich wie bei den Stoffbezügen, gelten auch bei Lederprodukten folgende Merkmale: Je früher Sie die Flecken entfernen, desto schonender ist dies für Ihre Polstermöbel. Flecken immer vom äußerem Rand nach innen reinigen. Die richtige Auswahl von Reinigungsmitteln und Tüchern sind wichtig für eine erfolgreiche Fleckenentfernung. Bitte wenden Sie sich an den Fachmann oder lesen sie unbedingt die Pflegehinweise des Hersteller. Und denken Sie daran, auch wenn die Flecken noch so hartnäckig sind, greifen Sie bitte auf keinen Fall zu lösungsmittelhaltigen Produkten wie z.B. Benzin, Fleckenentferner, Terpentin, Bohnerwachs! Grundsätzlich behandelt man Leder man ein- bis zweimal im Jahr (am besten nach der Heizsaison) mit speziellen Schaumprodukten, diese lösen den leichten und angetrockneten Schmutz. Damit das Leder geschmeidig bleibt, verwendet man abschließend Lotionen bzw. Emulsionscremes. Welche Mittel für Ihre Lederart am geeignetsten sind, verrät Ihnen der Fachmann für die Lederpflege.

Art der Verschmutzung
Behandlungsmöglichkeiten
Staub
Mit einem weichen Tuch abwischen
Angetrockneter Schmutz
Ein Tuch in lauwarmer Lösung aus destilliertem Wasser und Kernseife oder etwas Feinwaschmittel anfeuchten, gut ausdrücken und den Fleck großflächig abwischen, mit Wolltuch abtrocknen. Abschließen mit einem Spezialpflegemittel nachbehandeln.
Flüssigkeiten
Sofort mit saugfähigem Papier oder Baumwolltuch abtupfen bzw. aufsaugen, nicht reiben! Bei Bedarf Neutralseife in handwarmem destilliertem Wasser auflösen und Leder großflächig behandeln, danach mit klarem Wasser nachwischen und mit Wolltuch trocknen. Die Behandlung kann unter Umständen wiederholt werden.
Speisen & Fette
Behandlung wie bei angetrocknetem Schmutz, groben Schmutz vorher mit Holzspachtel o. ä. entfernen.
Starke Verschmutzungen
Keinesfalls Chemikalien, Schuhcremes oder Haushaltsreiniger verwenden! Hierfür gibt es spezielle Produkte für die Pflege und Reinigung von Möbelleder. Bei hartnäckigen Verschmutzungen (Kugelschreiber, Tinte oder Lippenstift) einen speziellen Lederreinigungsstift nach Anleitung verwenden. Fragen Sie in jedem Fall den Fachmann!


Holz
Holz ist ein Naturprodukt, es atmet und reagiert auf Temperaturen und Feuchtigkeit. Bei unsachgemäßer Lagerung oder Aufstellung in feuchter oder kalter Umgebung können die Möbel schaden nehmen. Aber auch das häufig viel zu trockene Klima in stark beheizten Gebäuden kann Holzoberflächen stumpf, grau oder gar rissig werden lassen. Auch Staub hat seine Tücken, durch die feinen Sand-, Ruß- und Schmutzpartikel können die Oberflächen angegriffen und zerkratzt werden. Staubwischen zur Beseitigung der alltäglichen Verschmutzungen ist nicht nur aus hygienischen Gründen erforderlich, sondern weil die Möbeln rasch unansehnlich werden. Viele Pflege- und Reinigungsmittel säubern Ihre Möbel zwar, sind aber was den Erhalt der Möbel betrifft nicht sonderlich empfehlenswert. Deshalb sollten Sie, wenn möglich, ihre Möbel am besten mit einem trockenen, oder nur leicht angefeuchteten, aber niemals nassem Baumwoll- oder Mikrofaser-Tuch reinigen. Wasser schadet dem Holz, weil es das Holz aufquellen lässt. Im Handel werden Reinigungsflüssigkeiten angeboten, die vom Holz ohne Formveränderung aufgenommen werden. Es ist daher besser, Möbelpolituren zu verwenden und darauf zu achten, für welches Holz sie geeignet sind.

Massivholz
Geölte Oberflächen
Verwenden Sie möglichst keine Reiniger mit Alkoholgehalt, Öle oder Silikon wie sie heutzutage in vielen handelsüblichen Pflegemitteln vorkommen. Denn die Oberflächen der Massivholz-Möbel bestehen vorwiegend aus natürlichen Wachsen oder Harzen, somit sind diese nicht so beanspruchbar, wie die Lackmöbeln. Sollten Sie sich dennoch zu einer Behandlung mit Pflegemittel entscheiden, testen Sie zuvor das Reinigungsmittel an einer unauffälligen Stelle des Möbelstücks.
Die geölten Holzoberflächen sollten regelmäßig (ca. alle 3 Monate) nachbehandelt werden. Dazu etwas Holzöl auf das Baumwolltuch geben und es gleichmäßig auf der Oberfläche verreiben. Um das überschüssige Öl aufzunehmen, wird nach einigen Minuten mit einem frischen Tuch in Faserrichtung gerieben. Das Öl über Nacht eintrocknen lassen und die Möbeln am nächsten Tag noch mal nachpolieren.


Edelstahl
Jeder kennt das Problem bei Edelstahlprodukten: Jeder getrocknete Wassertropfen, jeder Fingerabdruck hinterlässt eindeutige Spuren. Dafür lassen sich diese Verschmutzungen aber leicht entfernen. Zur täglichen Pflege des Edelstahls genügt ein angefeuchtetes Tuch. Mehrmals im Monat sollte man jedoch mit einem speziellen Edelstahlreiniger an das Material herangehen. Dieser schützt nach der Reinigung das Material mit einem Silikonöl-Schutzfilm.
Mit der Edelstahlpflege entfernt man problemlos Kalkschleier und Fett. Selbst starke Verschmutzungen wie angebrannte Speisereste lassen sich beseitigen, ohne die empfindlichen Oberflächen anzugreifen. Bitte erkundigen Sie sich vorher, welches Pflegemittel für Ihr Edelstahl am besten geeignet ist, denn bei den Oberflächen unterscheidet man zwischen den hochglänzendem, gebürstetem oder mattiertem Edelstahl.